Was uns die ewige Tabelle sagt
Jahr für Jahr ertappe ich mich in Zeiten des Sommerlochs beim Studium der ewigen Tabelle, die ich in diesem Falle beim formidablen Trainer Baade geklaut habe. So wirr dieses Zahlensammelsurium auch wirken mag, es strotzt nur so vor eindeutigen Aussagen, von denen wir einige zusammengetragen haben.
1. Um in die obere Hälfte der ewigen Tabelle vorstoßen zu können, ist eine zweistellige Anzahl an Bundesligateilnahmen notwendig.
2. Der FC Schalke 04 bringt es nach seinen 41 Bundesligajahren auf die beachtliche Tordifferenz von +/- 0.
3. Obwohl der 1. FC Kaiserslautern dem FC Schalke derzeit lediglich eine Bundesligajahr voraus ist, setzte er unglaubliche 455 Tore mehr um.
4. Die TSG Hoffenheim hat nach nur einem Jahr in der Eliteklasse bereits mehr Punkte gesammelt als Blau-Weiß 90 Berlin, der VfB Leipzig und die legendäre Tasmania zusammen.
5. Zudem ist die TSG Hoffenheim der einzige Verein der unteren ewigen Tabellenhälfte, der ein positives Torverhältnis vorweisen kann.
6. In frühestens 5 Jahren kann es einen neuen Tabellenführer geben. Dafür müsste der FC Bayern in der kommenden Saison allerdings punktlos absteigen, und sein erster Verfolger, der SV Werder Bremen, in den nächsten 5 Jahren 502 Punkte sammeln. Bei einer maximalen Saisonbilanz von 102 Punkten eine sehr große Herausforderung für die Jungs von Thomas Schaaf.
7. Als der am schlechtesten platzierte Bundesligameister rangiert der VfL Wolfsburg lediglich auf Rang 22 der ewigen Tabelle.
8. Niemand verlor in der Bundesliga häufiger als die Eintracht aus Frankfurt, die 522 Mal mit hängenden Köpfen vom Platz ging.
9. Berlin stellte bislang die meisten Bundesligavereine. Insgesamt vier Hauptstadtklubs traten seit 1963 in der Erstklassigkeit an. Drei von ihnen, TeBe (44.), BW 90 (48.) und Tasmania (50.), rangieren jedoch tief im Tabellenkeller. Hertha befindet sich immerhin auf Platz 13.
10. In keiner Stadt fanden mehr Bundesligaligaspiele statt als in München. 1086 Mal mussten Teams zu Gastspielen in München antreten.
11. Den größten Sprung im kommenden Jahr wird aller Vorraussicht nach der FSV Mainz 05 machen. Mit einer durchaus realistischen Ausbeute von 36 Punkten würden die Mainzer ganze vier Plätze klettern, auf Rang 32 vorstoßen und damit Rot-Weiß Oberhausen, Dynamo Dresden, den 1. FC Saarbrücken sowie die SG Wattenscheid 09 überholen.
P.S.: Vereine aus Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt oder Thüringen sucht man vergeblich.


